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Mit großer Freude begrüßt Airborne Wind Europe – der Verband des europäischen Flugwindenergiesektors – die Aufnahme von Flugwindenergie (FWE) in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Auf diesen Moment hat die Branche in ganz Europa gewartet: Die weltweit erste, spezifische Vergütung für Flugwindenergie ist Realität. Zum einen wird hiermit das Marktrisiko für Investitionen in die deutschen und europäischen High-Tech-Unternehmen erheblich gesenkt. Zum anderen ist mit diesem zentralen Meilenstein eine entscheidende Voraussetzung dafür geschaffen, dass Flugwindenergie einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Dies zeigt, dass ihr Potenzial nun auch von der Politik anerkannt wird.

Brüssel / Berlin, 26. April 2024

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden. Bis 2030 soll sich deshalb der Anteil der Erneuerbaren Energien fast verdoppeln – ausgehend von 2021. Dafür muss sich die Ausbaugeschwindigkeit verdreifachen.  Flugwindenergieanlagen (FWEA) – auf Englisch: Airborne Wind Energy Systems (AWES) – können hierzu einen wichtigen Beitrag als innovative Erneuerbare-Energien-Technologie leisten.

Diese Anlagen erzeugen Strom mittels an einem Seil befestigter Flügel bzw. Drachen. Sie nutzen die starken Winde in 400–800m Höhe bei sehr geringem Materialeinsatz. Flugwindenergieanlagen können bisher ungeeignete Standorte für Windkraft verfügbar machen: Allein für Deutschland wurde ein Potenzial von etwa 20 Gigawatt ermittelt, weltweit beträgt es Tausende von Gigawatt on- und offshore.

Durch das jetzt verabschiedete EEG-Solarpaket wurde die vom Verband und seinen Mitgliedern lange geforderte, politische Unterstützung der Flugwindenergie umgesetzt – ein wegweisendes Signal der Anerkennung von  Potenzial und Relevanz der Technologie. Die nun beschlossene spezifische Vergütung bietet vor allem Banken und Investoren mehr Sicherheit, Flugwindenergieunternehmen mit ausreichend Kapital auszustatten. Die Flugwindenergietechnologie kann somit nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch neue Wachstumsmärkte erschließen und innovative Impulse für den Industriestandort Deutschland setzen.

Zudem wird die Technologie eine erhöhte Sichtbarkeit im Bereich der F&E-Themenauswahl und   
Förderung  – sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene – erfahren. Neben den Unternehmen wird so auch die akademische Forschungslandschaft gestärkt: Hier sind bereits jetzt die renommiertesten Technischen Universitäten Europas aktiv, wie z. B. die TU München, Politecnico Milano, TU Delft und RWTH Aachen, die auch zukünftige Fachkräfte im Bereich Erneuerbare Energien ausbilden.

Mark Hoppe, Board Member von Airborne Wind Europe und Head of Public Affairs and Business Development von SkySails Power zu der Aufnahme von Flugwindenergie in das EEG: »Ich begrüße, dass die deutsche Politik das immense Potenzial der Flugwindenergie erkannt hat. Flugwindenergienlagen sind besonders ressourcenschonend in Produktion und Logistik, stärken die Resilienz unserer Lieferketten und bieten erhebliche ökologische Vorteile. Flugwindenergie ist der bislang fehlende Baustein im Bereich der Erneuerbaren Energien, der sich weltweit zu einem Gamechanger entwickeln kann. Die Integration in das EEG ist ein entscheidender Schritt, um das volle Potenzial dieser Technologie zu erschließen. Deutschland setzt sich damit erneut an die Spitze der Innovationsführerschaft. Es braucht aber weiterhin entschlossenes politisches Handeln auf allen Ebenen, insbesondere bezüglich Genehmigungen, Luftraumintegration und Finanzierung.«

Kristian Petrick, Secretary General von Airborne Wind Europe ergänzt: »Das deutsche EEG wird weltweit häufig als Referenz zitiert, wenn es um die Förderung Erneuerbarer Energien geht. Die Aufnahme von Flugwindenergie in das EEG ist daher ein zentraler Meilenstein für den Sektor und die europäische Energiewende. Durch die Anerkennung als eigenständige Technologie werden international Regierungen ermutigt, auch in ihren Ländern die gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Flugwindenergie zu schaffen.«

Über Airborne Wind Europe

Airborne Wind Europe wurde 2018 als Verband der europäischen Flugwindindustrie mit dem Ziel gegründet, die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Flugwindenergie in den Mitgliedstaaten zu schaffen. Der Verband vertritt alle Europäischen Flugwindenergieanlagen-Hersteller, darunter die deutschen Firmen SkySails Power, EnerKíte, KiteKraft und Oceanergy. Zudem sind weltweit mehr als 50 Institutionen entlang der Lieferkette aktiv, in Deutschland unter anderem die Universitäten TU Berlin und TU München, Hannover, Stuttgart, Oldenburg, das DLR Braunschweig und das Fraunhofer-Institut IWES; weiterhin Projektentwickler und Energieversorger wie EWE, EnBW, e.disnatur und RWE.  Wenn Sie mehr über Flugwindenergie erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an Airborne Wind Europe oder seine Mitglieder. www.airbornewindeurope.org 

Pressekontakt Brüssel

Jesús Carballo

jesus.carballo@airbornewindeurope.org    


Pressekontakt Berlin

Stefanie Thoms

thoms@airbornewindeurope.org